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Te Deum

Geistliche Impulse für den Tag mit folgenden Elementen
Heute in Te Deum

Montag · 6. September 2010

Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig
den ganzen Teig durchsäuert?
1. Korintherbrief 5,6b



Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS
Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle, dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim
mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde
von deiner hohen Herrlichkeit.

Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät,
deinen wahren und einzigen Sohn
und den Heiligen Fürsprecher Geist.

Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden, den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan.
Du sitzest zur Rechten Gottes
in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir,
kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn, komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit
zähle uns deinen Heiligen zu.

Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe
und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen,
ja in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.
Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn,
wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
Te Deum (4. Jh.); Übertragung: Romano Guardini († 1968) – GL 706

CANTICUM Hosea 6,1–6
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! /
Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; *
er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, /
am dritten Tag richtet er uns wieder auf *
und wir leben vor seinem Angesicht.
Lasst uns streben nach Erkenntnis, *
nach der Erkenntnis des Herrn.
Er kommt so sicher wie das Morgenrot; /
er kommt zu uns wie der Regen, *
wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Was soll ich tun mit dir, Efraim? *
Was soll ich tun mit dir, Juda?
Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen *
und wie der Tau, der bald vergeht.
Darum schlage ich drein durch die Propheten, /
ich töte sie durch die Worte meines Mundes. *
Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht.
Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, *
Gotteserkenntnis statt Brandopfer.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Canticum-Gebet
Gütiger Gott, schenke uns die Erkenntnis deiner Liebe. Hilf uns, immer wieder zu dir umzukehren und deine Liebe in unserem Leben zu verwirklichen.

LESUNG Lukas 6,9
Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und den Pharisäern: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?

BENEDICTUS – LOBGESANG DES ZACHARIAS
Antiphon:
Der Herr hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen.

BITTEN
Wir beten zu Jesus Christus, der uns die Schuld verzeiht und uns die Liebe lehrt:
A: Herr, sei uns gnädig.
– Hilf uns zu erkennen, was im Augenblick das Wichtige und Richtige ist.
– Lass uns nie unsere Mitmenschen aus dem Blick verlieren.
– Mach unser Leben fruchtbar, damit es nicht verdorrt.

VATERUNSER
In Jesus Chrisus erkennen wir die Liebe Gottes. Durch ihn weckt Gott auch unsere Liebe. So können wir ihm antworten und beten: Vater unser im Himmel …

SEGEN

Der gütige Gott segne uns,
damit unser Leben nicht verdorrt und erstarrt.
Er öffne unsere Herzen für ihn,
damit wir sie nicht verhärten.
Er selbst sei die Mitte unseres Lebens,
damit wir auf ihn hin wachsen.
Amen.

ORA ET LABORA
Als Christ habe ich meinem verlassenen und leidenden Bruder zu helfen, und darin bin ich ein Christ. Ein Christentum, das sich den dringenden Aufgaben der Liebe zu den Ärmsten und den Verlassenen entzieht, ist ein leeres Geschwätz.
Ladislaus Boros (1927–1981; katholischer Theologe und geistlicher Schriftsteller)


Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gottes Wort macht uns neu. Es reinigt uns von Unwahrheit und Lüge. Hilf uns, dein Wort aufrichtig zu hören und zu tun.

LESUNG 1. Korintherbrief 5,1–8
Schwestern und Brüder! Man hört von Unzucht unter euch, und zwar von Unzucht, wie sie nicht einmal unter den Heiden vorkommt, dass nämlich einer mit der Frau seines Vaters lebt. Und da macht ihr euch noch wichtig, statt traurig zu werden und den aus eurer Mitte zu stoßen, der so etwas getan hat.
Was mich angeht, so habe ich – leiblich zwar abwesend, geistig aber anwesend – mein Urteil über den, der sich so vergangen hat, schon jetzt gefällt, als ob ich persönlich anwesend wäre: Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird.
Zu Unrecht rühmt ihr euch. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

Impuls
Welchen »alten Sauerteig« muss ich wegschaffen, damit ich in »Aufrichtigkeit und Wahrheit« meine Beziehung zu Gott, meine mitmenschlichen Beziehungen, meine Beziehung zu mir selbst gestalten kann?

EVANGELIUM Lukas 6,6–11
An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war.
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor.
Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?
Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand war wieder gesund.
Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

Impuls
Hätte Jesus den Kranken nicht bis zum nächsten Tag warten lassen können statt ihn gerade am Sabbat zu heilen? Eine verdorrte Hand – das ist doch keine akute Lebensgefahr! Aber für Jesus hat jedes Tun oder Unterlassen Folgen – zum Guten oder zum Bösen. Wer am Sabbat Gutes tun könnte und es unterlässt, der bewirkt damit Nicht-Gutes, letztlich Böses. Jesus stellt den kranken Mann vom Rand in die Mitte, in die Mitte der Versammelten, in die Mitte der Synagoge, in die Mitte des Wortes Gottes, um zu demonstrieren, dass Gott auf der Seite derer ist, die leiden, die schwach sind, die aus der Gesellschaft der »Wohlanständigen« ausgestoßen worden sind. Die Heilung des Mannes betrifft nicht nur die kranke Hand, sie meint den ganzen Menschen, sein gesamtes Leben, das in diesem Fall in der Gefahr ist, langsam aber sicher zu »verdorren«, nutzlos zu werden. Mit dieser für die Pharisäer provokanten Heilung macht Jesus deutlich: Gott ist zu jeder Zeit – egal, ob Sabbat oder Werktag – das Wohl des Menschen wichtiger als die Heiligung des Sabbats. Die Liebe zu Gott zeigt sich am klarsten in der Liebe und Sorge für den Mitmenschen.

GEBET
Gott, du bist immer auf der Seite derer, die durch Krankheit, Unglück, Leid an den Rand des Lebens gedrängt werden. Du siehst, wie es um sie steht und du willst, dass wir sie in unsere Mitte nehmen. Lass uns Menschen sein, die füreinander einstehen, damit keiner unter die Räder kommt. Gib uns die Kraft, das uns menschenmöglich Gute zu tun. Lass uns darauf vertrauen, dass du dort heilsam bist, wo wir an unsere Grenze kommen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Heiland. Amen.


Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS
Der Glanz verfällt, die Zeit flieht hin,
das Tagwerk zehrt an unsrer Kraft.
Herr, Gott, an den kein Abend rührt,
nimm uns Erschöpfte liebreich auf.

Wir gehn dahin wie Tag und Traum;
kein Wunsch hält unser Leben fest.
Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns,
wenn unser kleines Licht erlischt.

Gewähr uns dies, o guter Gott,
du, Vater, und du, einz’ger Sohn,
die ihr mit ihm, dem Heil’gen Geist,
regiert durch Zeit und Ewigkeit. Amen.
Zeitgenössisch, Stundenbuch

PSALM 25 Verse 4–11
Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr, /
und an die Taten deiner Huld; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! *
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr, *
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, *
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.
Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.
Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir; *
denn meine Schuld ist groß.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Psalm-Gebet
Barmherziger Gott, du führst und leitest uns auf deinem Weg. Führe uns zurück, wenn wir uns verirren, und gib uns die Kraft, nach deinem Willen zu leben.

LESUNG 1. Korintherbrief 5,7–8
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid. Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

MAGNIFIKAT – LOBGESANG MARIENS
Antiphon:
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.

FÜRBITTEN
Lasst uns zu Gott beten, der uns das neue Leben schenkt:
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Christen in China.
– Für alle, die über die Gewährung von sozialen Leistungen zu entscheiden haben.
– Für die Ärzte und das Pflegepersonal in den Krankenhäusern.
– Für alle Paare, deren Beziehung in einer Krise steht.

VATERUNSER
Jesus Christus ruft uns auf den Weg der Umkehr. Wir dürfen ihm folgen und so den Vater finden. Wir beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

SEGEN

Gott segne uns, wenn wir die Richtung verlieren
und kein Ziel mehr sehen.
Er segne uns, wenn wir uns am Rand wiederfinden
und uns verrannt haben.
Er schenke uns Menschen,
die mit uns gehen und uns helfen.
Amen.


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