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Symposium zur Erwachsenenkatechese

Vallendar - Die deutschen Bischöfe hatten in ihrem Schreiben "Katechese in veränderter Zeit" mit den Worten "Erwachsene neu in Blick nehmen" einen Aufbruch in der Erwachsenenkatechese beschrieben. Mit ihrem Symposium "Erwachsene neu im Blick" griffen die beiden Veranstalter, P. Dr. Hubert Lenz SAC und Pfarrer Klemens Armbruster nicht nur das Wort der Bischöfe auf, sondern initierten ein Forum für Haupt- und Ehrenamtliche, denen die Vermittlung des Glaubens an Erwachsene wichtig ist.
Dass das Thema "Erwachsenenkatechese" nicht nur für P. Lenz und Pfarrer Armbruster, die schon seit vielen Jahren in ihren Glaubenskursen "Wege erwachsenen Glaubens" beschreiten und für ihre Mitchristen begehbar werden lassen, eine große Wichtigkeit und Aktualität hat, zeigt die große Anzahl an Teilnehmern, die vom 20. bis 22. Februar 2006 ins Forum Vinzenz Pallotti nach Vallendar gekommen waren. Die über 200 Tagungsgäste aus Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz erhielten während des Symposiums Einblicke in unterschiedliche Projekte der Erwachsenenkatechese und waren eingeladen ihre Fragen und Anmerkungen in die Diskussion des Plenums einzubringen.

Kirche im Umbruch - Ergreifen wir die Gunst der Stunde?


Doch blieb es während des Symposiums nicht beim Austausch zwischen erfahrenen Praktikern und interessierten Pfarrern und Mitarbeitern in der Erwachsenenbildung. Auch zwei Bischöfe, Bischof Reinhard Marx aus Trier und Weihbischof Dr. Josef Voss aus Münster, besuchten die Tagung und verdeutlichten so das große Interesse der deutschen Bischöfe an neuen Wegen der Erwachsenenkatechese. So stellte sich der Trierer Bischof auch in einem Podiumsgespräch unter dem Thema "Kirche im Umbruch – Ergreifen wir die Gunst der Stunde?" den Fragen von Bruno Sonnen (Chefredakteur des Paulinus) und Gudrun Schäfer (Forum Vinzenz Pallotti und Projektstelle WeG). Zu Beginn zeichnete Bischof Marx ein eher ernüchterndes Bild der momentanen Situation der Kirche. Im Bezug auf das Thema des Gesprächs äußerte er: "Wir sind in einer Situation in der das mit der Gunst nicht ganz einfach ist. Wir dürfen uns nicht eine Kirche zurecht träumen." Doch ist diese Einschätzung keineswegs resignierend gemeint. Vielmehr forderte der Bischof alle auf, nicht den alten Strukturen nachzutrauern, sondern mit neuer Freude am Glauben die Mitmenschen zu begeistern. "Soll das Betriebssystem Pfarrei weitergehen oder sollten wir Menschen helfen, dass sie Christus finden?" fragte der Bischof und gab sogleich die Antwort indem er seine Sorge zum Ausdruck brachte, dass die kleiner werdende Schar der in den kirchlichen Gremien engagierten Christen sich zwischen der Organisation von Pfarrfesten und Kirchenschmuck aufreibt und die eigentliche Mitte ihres Engagements aus den Augen verliert. Er betonte die Bedeutung des eigenen Glaubens der einzelnen Christen für die Zukunft der Gemeinschaft der Gläubigen.

Epochaler Wandel


Denn für Marx steht die Kirche vor einem radikalen Wandel, der mit den alten Konzepten nicht mehr zu bewältigen ist. "Wir stehen vor einer neuen Epoche, die unvergleichlich ist in der Kirchengeschichte unseres Landes. In der neuen Epoche werden wir zwar weniger werden aber nicht weniger Bedeutung haben, wenn wir erwachsen werden im Glauben." Gefragt nach der konkreten Organisation der Kirche von morgen antwortete Marx "Es wird größere Räume mit intensiver geistlich lebenden Gemeinden geben. Es wird nicht mehr überall Eucharistiefeiern geben, aber dort wo sie stattfinden, werden sie mit größerer Intensität gefeiert werden. Es wird eine stärkere Erwachsenenkatechese geben." Der Bischof lobte die während des Symposiums vorgestellten Projekte der Erwachsenenkatechese als gute Möglichkeiten sich mit Menschen gemeinsam auf den Weg zu machen. "Der Glaubensweg ist kein Abschluss der geistlichen Suchbewegung, sonder der Anfang des Weges in die unendliche Liebe Gottes."
Sowohl die Veranstalter als auch die Teilnehmer waren über den Verlauf des Symposiums und die rege Beteiligung sehr froh. Zeigt der Kontakt zu vielen anderen engagierten und interessierten Christen doch, dass Kirche Zukunft hat und das es lohnt Erwachsene neu in den Blick zu nehmen.

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