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Taufe (be)leben
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11.09.10
WeG-Begegnungstag
08.10.10 bis 12.10.10
WeG-Kompakt „Das Feuer neu entfachen“
25.11.10 bis 27.11.10
Vallendarer WeG-Seminar
Wir stehen in der Erarbeitung eines Glaubensweges zur Thematik Am Ende eines Glaubenskurses wird von Kursteilnehmern öfter gesagt: Eigentlich müssten das doch alle mitmachen und erfahren ...
Aussagen dieser Art entspringen nicht einer Überheblichkeit, sondern sind Ausdruck eines Gespürs, dass es bei dem Kurs um etwas Grundlegendes geht, das für alle wichtig ist:
Katechumenale Glaubenwege wollen die in der Taufe grundgelegte Beziehung zu Jesus Christus mit Leben füllen bzw. stärken.
Es geht letztlich um ein Freilegen und Beleben der oft versickerten Quelle allen christlichen Lebens:
Wir sind nicht gewohnt, Pastoral von der Taufe her zu bedenken. Wenn aber die Taufe das Fundament des persönlichen wie des kirchlichen Lebens ist, dann muss dies auch pastorale Konsequenzen haben, dann müssen die verschiedenen Lebensäußerungen der Gemeinde mehr von der Taufe her gedacht werden:
anschauliche Kurz-Information (als PDF)
Diese Perspektive mit Leben zu füllen, ist nicht leicht. Angesichts volkskirchlicher Prägung verstehen sich viele bereits aufgrund der in jungen Jahren empfangenen Sakaramente von Taufe, Erstkommunion und Firmung sowie ihrer formalen Kirchenmitgliedschaft ganz selbstverständlich als Christ. - Diesem Verständnis von Christsein fehlt aber noch die innere Mitte und Quelle: die persönliche Glaubens- und Vertrauensbeziehung zu Gott. Ohne dieses Herz des Glaubens werden Sakramente und Kirchenmitgliedschaft nicht wirklich zur Herzenssache.
In der Taufe wurde diese persönliche Beziehung zu Jesus Christus grundgelegt und initiiert. Eine wichtige Aufgabe des weiteren Weges ist es, diese sakramentale "Vor-gabe" mit Leben zu füllen.
Ungetaufte, die Interesse am Glauben haben, begeben sich im Katechumenat auf einen Glaubensweg. Wenn diese Taufbewerber dann schrittweise zu einer persönlichen Glaubensbeziehung gelangen, machen sie Erfahrungen, die „normalen", bereits getauften Gemeindemitgliedern leider oft fremd sind. -
Sollte es uns nicht am Herzen liegen, dass solche Erfahrungen des Neuaufbruchs und Wachstums im Glauben, wie sie viele Katechumenen machen, allen zugänglich werden, die sich als Christ verstehen und der Kirche verbunden wissen?
Gerade in der heutigen Umbruchszeit darf den Gemeindemitgliedern der Such- und Glaubensweg der Emmausjünger, die Erfahrung einer (erneuerten) persönlichen Beziehung zum lebendigen Gott, nicht vorenthalten werden.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass „katechumenats-ähnliche" Glaubenswege für Erwachsene genauso selbstverständlich zum Leben einer Gemeinde bzw. Seelsorgeeinheit gehören wie Erstkommunion- und Firmvorbereitung, wie Pfarrgemeinderat und Pfarrfest.
Wir brauchen dringend eine elementare Verkündigung, die darauf zielt, den Menschen einen persönliche(re)n Bezug zu Jesus Christus zu vermitteln. Der damit verbundene Prozess ist nicht nur etwas für besonders Interessierte, sondern letztlich Grundlage aller anderen kirchlichen Aktivitäten und Vollzüge.