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Taufe belebenWir stehen in der Erarbeitung eines Glaubensweges zur Thematik
"Taufe beleben - aus der Taufe leben - von Herzen JA zur Taufe sagen"
Hier und auf den nächsten Seiten finden Sie
grundlegende Gedanken, Textproben, Materialien und praktische Anregungen.

Taufe: Grund und Quelle christlichen Lebens

Am Ende eines Glaubenskurses wird von Kursteilnehmern öfter gesagt: Eigentlich müssten das doch alle mitmachen und erfahren ...
Aussagen dieser Art entspringen nicht einer Überheblichkeit, sondern sind Ausdruck eines Gespürs, dass es bei dem Kurs um etwas Grundlegendes geht, das für alle wichtig ist:
Katechumenale Glaubenwege wollen die in der Taufe grundgelegte Beziehung zu Jesus Christus mit Leben füllen bzw. stärken.
Es geht letztlich um ein Freilegen und Beleben der oft versickerten Quelle allen christlichen Lebens:

Taufe: auch Grund und Quelle
des gemeindlichen Lebens und der Pastoral?

Wir sind nicht gewohnt, Pastoral von der Taufe her zu bedenken. Wenn aber die Taufe das Fundament des persönlichen wie des kirchlichen Lebens ist, dann muss dies auch pastorale Konsequenzen haben, dann müssen die verschiedenen Lebensäußerungen der Gemeinde mehr von der Taufe her gedacht werden:

Link anschauliche Kurz-Information (als PDF)

Herausforderung: Die Taufe mit Leben füllen

„Das Geschenk [der Taufe], das die Neugeborenen empfangen haben, soll von ihnen, wenn sie erwachsen geworden sind, auf freie und verantwortliche Weise angenommen werden:
Dieser Reifungsprozess wird sie dann dazu führen, das Sakrament der Firmung zu empfangen, das ihre Taufe festigt und jedem von ihnen das »Siegel« des Heiligen Geistes aufprägt.“

BENEDIKT XVI. am 8. Januar 2006
Linkgesamter Text der Ansprache

Diese Perspektive mit Leben zu füllen, ist nicht leicht. Angesichts volkskirchlicher Prägung verstehen sich viele bereits aufgrund der in jungen Jahren empfangenen Sakaramente von Taufe, Erstkommunion und Firmung sowie ihrer formalen Kirchenmitgliedschaft ganz selbstverständlich als Christ. - Diesem Verständnis von Christsein fehlt aber noch die innere Mitte und Quelle: die persönliche Glaubens- und Vertrauensbeziehung zu Gott. Ohne dieses Herz des Glaubens werden Sakramente und Kirchenmitgliedschaft nicht wirklich zur Herzenssache.

In der Taufe wurde diese persönliche Beziehung zu Jesus Christus grundgelegt und initiiert. Eine wichtige Aufgabe des weiteren Weges ist es, diese sakramentale "Vor-gabe" mit Leben zu füllen.

Katechumenatsähnliche Glaubenswege für Erwachsene

Ungetaufte, die Interesse am Glauben haben, begeben sich im Katechumenat auf einen Glaubensweg. Wenn diese Taufbewerber dann schrittweise zu einer persönlichen Glaubensbeziehung gelangen, machen sie Erfahrungen, die „normalen", bereits getauften Gemeindemitgliedern leider oft fremd sind. -
Sollte es uns nicht am Herzen liegen, dass solche Erfahrungen des Neuaufbruchs und Wachstums im Glauben, wie sie viele Katechumenen machen, allen zugänglich werden, die sich als Christ verstehen und der Kirche verbunden wissen?
Gerade in der heutigen Umbruchszeit darf den Gemeindemitgliedern der Such- und Glaubensweg der Emmausjünger, die Erfahrung einer (erneuerten) persönlichen Beziehung zum lebendigen Gott, nicht vorenthalten werden.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass „katechumenats-ähnliche" Glaubenswege für Erwachsene genauso selbstverständlich zum Leben einer Gemeinde bzw. Seelsorgeeinheit gehören wie Erstkommunion- und Firmvorbereitung, wie Pfarrgemeinderat und Pfarrfest.
Wir brauchen dringend eine elementare Verkündigung, die darauf zielt, den Menschen einen persönliche(re)n Bezug zu Jesus Christus zu vermitteln. Der damit verbundene Prozess ist nicht nur etwas für besonders Interessierte, sondern letztlich Grundlage aller anderen kirchlichen Aktivitäten und Vollzüge.

Haben Sie Interesse, den Fragen weiter nachzugehen?


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